Fake toys for Christmas

Weihnachtsgeschäft: So funktioniert effektiver Produktschutz für Spielzeughersteller

Spielzeuge werden immer smarter, komplexer – und teurer. Dies macht sie für Fälscher besonders attraktiv. So schützen Sie Ihre Marke vor den Schäden durch Plagiate.



Mit dieser Strategie verhindern Sie Schäden durch Produktfälschungen und Plagiate

Autor: Emilie Bargueno, International Product & Market Manager bei tesa scribos

Wenn unter dem Weihnachtsbaum das Geschenkpapier raschelt und die Kinderaugen immer größer werden, steigt bei Eltern wie Großeltern die Spannung: Kommt das ausgewählte Geschenk wirklich gut bei den Liebsten an? Viel wichtiger wäre aber die Frage: Ist das Produkt auch wirklich ein Original? Um genau das zu verhindern, stehen Markeninhabern heute wirksame Methoden für einen effektiven Marken- und Produktschutz zur Verfügung. 

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Spielzeug-Produktfälschungen zu Weihnachten – in diesem Artikel erfahren Sie:

  • Warum die Spielwarenindustrie zu den häufigsten Zielen von Produktfälschern zählt
  • Warum Großeltern besonders anfällig für den Kauf von Fake Marken sind
  • Welche Konsequenzen Unternehmen durch gefälschte Spielzeuge drohen
  • Welche Bestandteile eine effektive Markenschutz-Strategie braucht

Rund um die Weihnachtsfeiertage treibt Eltern und Großeltern häufig nur eine Frage um: Hat man das richtige Spielzeug von den beliebten Marken wie Schleich, Lego oder Playmobil ausgesucht? Neben der eher kleinen Gefahr, dass die Kleinsten enttäuscht sind, lauern jedoch weit größere Risiken: Dreiste Produktfälschungen, die nicht nur die Gesundheit der Kinder gefährden, sondern auch Marken und Unternehmen große finanzielle und Imageschäden zufügen.

Die Spielwarenindustrie boomt – die Fälschungen auch

Mit rund 90 Milliarden $ Umsatz im Jahr 20191 wird die Spielwarenindustrie zunehmend zu einem wichtigen Wirtschaftszweig. Denn während früher die Carrerabahn oder die Actionfigur die oberen Plätze auf dem Wunschzettel belegten, stehen heute digitale Toys, smarte Modellbaukästen und exklusives Markenspielzeug hoch im Kurs. Diese werden immer teurer – und somit für die Fälscherwerkstätten rund um den Globus attraktiver. Diese reagieren schnell auf aktuelle Trends und können innerhalb weniger Wochen täuschend echte Imitate herstellen. Die Zunahme an Produktfälschungen im Spielzeugbereich zeigt sich in der Statistik der konfiszierten Fälschungen des europäischen Zolls: Direkt nach Zigaretten liegen Spielwaren mit rund 14% auf Platz 2 der am häufigsten beschlagnahmten Fälschungen. Der wirtschaftliche Verlust für Unternehmen der Spielwarenindustrie geht in die Milliarden1.

Weihnachten ist die umsatzstärkste Zeit für Unternehmen und Fälscher

Die meisten Käufe von Spielwaren finden üblicherweise in der Zeit vor Weihnachten statt. Von Oktober bis zum Heiligabend machen die Markeninhaber von Spielzeugmarken einen Großteil ihres Umsatzes – auch durch beliebte Verkaufsaktionen wie den Black Friday. Doch schon kurz nachdem die neuesten Trends auf den Spielwarenmessen dieser Welt präsentiert wurden und sich der Einzelhandel für den Ansturm bevorratet, beginnen auch die Produktfälscher mit ihrer Arbeit. Je angesagter und teurer das Spielzeug ist, desto interessanter ist es auch für die Fälscher. Häufig werden sie in chinesischen Produktionsstätten optisch nahezu identisch kopiert und gelangen dann über Containerschiffe in die EU oder direkt per Post an den Besteller. 

Großeltern besonders anfällig für den Kauf gefälschtes Kinderspielzeug

Besonders anfällig für den Kauf von Produktfälschungen sind dabei die Großeltern. Sie möchten ihren Enkeln unter nahezu allen Umständen ihre Wünsche erfüllen, kennen sich aber nur wenig mit den angesagten Spielzeugen aus. Auf der Suche nach dem richtigen Produkt können sie häufig nur schwer Fake Marken, Fake Shops und Produktfälschungen erkennen. Oft sind beliebte Spielzeuge im Einzelhandel bereits ausverkauft und man ist froh, das Spielzeug überhaupt noch gefunden zu haben. 

Schwere Sicherheitsprobleme durch Plagiate und Fake Marken

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Schwere Sicherheitsprobleme durch Plagiate

Gelangt ein gefälschtes Spielzeug dann in die Hände von Kindern, kann es unter Umständen sogar gefährlich werden. Denn vor allem bei der Herstellung von Spielzeugen gelten in der EU strenge Regelungen und Richtlinien – zahlreiche Tests stellen die Sicherheit der Spielzeuge sicher. Dies gilt selbstverständlich nicht für die Plagiate: Diese werden kaum oder gar nicht getestet, enthalten häufig mangel- oder sogar schadhafte Bestandteile und sind nicht sauber verarbeitet. Prüfsiegel wie das bekannte CE-Kennzeichen werden spielend einfach direkt mit gefälscht. Immer öfter liest man deshalb vor allem in der Weihnachtszeit von Kindern, die sich durch gefälschte Spielzeuge verletzen oder anderweitig zu Schaden kommen.

Beträchtliche finanzielle und Imageschäden für die Hersteller

Für die Spielzeughersteller sind solche Vorfälle eine große Katastrophe. Neben dem entgangenen Umsatz wird das minderwertige Spielzeug u.a. durch die mediale Berichterstattung mit den Marken in Verbindung gebracht. Der Markeninhaber ist häufig in der Beweispflicht, muss sich mit Garantieansprüchen und Regressansprüchen auseinandersetzen. Von Umsatzeinbrüchen, sogenannten “Shitstorms” in den sozialen Medien bis hin zu Boykottaufrufen sind die Folgen vielfältig – der Imageverlust kann unter Umständen beträchtlich sein. 

Nicht nur zu Weihnachten: Individuelle Markenschutz-Strategie ist unverzichtbar

Damit Markeninhaber auch über das Weihnachtsgeschäft hinaus gelassen und erfolgreich verkaufen können, ist eine individuelle Markenschutz-Strategie unverzichtbar. Das Kernstück dieser Strategie ist ein fälschungssicheres Merkmal, das auf der Verpackung oder dem Spielzeug selbst angebracht wird – etwa in Form eines Siegels oder einer Markierung. Diese Produktkennzeichnung sollten vom Kunden mit bloßem Auge identifiziert werden können und – noch wichtiger – auf selbst entwickelten Technologien basieren. Hologramme, die z.B. frei verkäuflich sind, werden von den Fälschern in den meisten Fällen gleich mitgefälscht und bieten keinen zuverlässigen Schutz.

Optimalerweise bindet man den physischen Schutz der Produkte dann an eine intuitive Online-Authentifizierung an. Via QR-Code kann der Kunde das gekaufte Spielzeug in wenigen Sekunden verifizieren und die Gewissheit bekommen, ein Original in den Händen zu halten. Für Markeninhaber bietet die digitale Authentifizierung spannende Zusatz-Möglichkeiten: Interaktions-Features wie Gewinnspiele oder Umfragen lassen sich direkt per Smartphone durchführen und dadurch wertvolle Insights gewinnen. Dies ermöglicht eine zielsichere und vor allem effektive Nachverfolgung der Käufe.

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Fazit: Vor allem Markeninhaber von Spielzeugwaren sollten sich gegen Fakes schützen

Nicht nur aufgrund der steigenden Preise und Beliebtheit werden Kinderspielzeug und Spielwaren für Produktfälscher immer attraktiver. Markeninhaber von Spielwaren sollten sich deshalb ganzheitlich vor den vielfältigen Konsequenzen der Produktpiraterie schützen und auf eine mehrstufige Markenschutz-Strategie setzen. Diese umfasst neben einer fälschungssicheren, innovativen Produktmarkierung am besten eine digitale Anbindung, die für den Kunden wie ein “Plagiats Scanner” funktioniert, das gekaufte Produkte mit einem Echtheitszertifikat versieht und darüber hinaus wertvolle Zusatzfunktionen für das Marketing oder Track & Trace bietet.

Sie möchten mehr zu diesem Thema wissen oder haben eine individuelle Anfrage? Unsere Experten sind für Sie da! Kontaktieren Sie uns per E-Mail yourproductstalk@tesa-scribos.com oder Telefon unter 0049 6221-33507-17.​​

 

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