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Täuschend echt: US-Militär kaufte gefälschte Ausrüstung im Wert von Millionen

Täuschend echt: US-Militär kaufte gefälschte Ausrüstung im Wert von Millionen

Ein New Yorker Großhändler muss sich jetzt vor Gericht für den Handel mit gefälschter US-Militärausrüstung verantworten. Der Beschuldigte soll die potenziell gefährlichen Plagiate im Wert von rund 18 Millionen Euro unter anderem an das US-Militär verkauft haben.



Originalprodukte und Fälschungen kaum unterscheidbar: Sicherheitsetiketten können helfen

Autor: Emilie Bargueno, International Product Manager bei tesa scribos

Wie jetzt bekannt wurde steht in den USA aktuell ein Bekleidungs-Großhändler aus New York vor Gericht, der gefälschtes Militärzubehör im Wert von rund 18 Millionen Euro (etwa 20 Millionen US-Dollar) aus China importiert und an verschiedene Abnehmer im US-Verteidigungssektor verkauft haben soll. Betroffen sind unter anderem Uniformteile, die von Mitarbeitern der U.S. Air Force im Einsatz in Afghanistan benutzt werden. Nach Angaben des U.S. Department of Justice hatten der Angeklagte und seine Geschäftspartner zunächst Proben originaler US-Militäruniformen und weiterer Ausrüstungsgegenstände nach China geschickt, um diese vor Ort nachahmen zu lassen. Um den Betrug zu verschleiern, wurden den chinesischen Herstellern offenbar zudem Etiketten und Markenzeichen US-amerikanischer Produzenten zur Verfügung gestellt.

Die Fälschungen waren quasi nicht mehr von den Originalen zu unterscheiden. Wären die Originalprodukte mit sogenannten fälschungssicheren Etiketten ausgestattet gewesen, hätten die Käufer vor Annahme der Ware die Authentizität einfach prüfen können. In Kombination mit digitalen Plattformen werden zudem wichtige Daten generiert, die der Markeninhaber für die Verfolgung der Fälscher nutzen kann. In den USA wurden die Fälschungen dann an das US-Militär sowie an verschiedene Zulieferer der US-Regierung verkauft, so das Department of Justice. Demnach sollen die Betrüger falsche Angaben über die Eigenschaften der Plagiate gemacht haben: Etwa wurde bei nachgemachten Militärparkas fälschlicherweise angegeben, dass die Kleidungsstücke aus speziellem Gewebe bestehen würden, das den Träger für Nachtsichtgeräte schwerer erkennbar machen soll. Andere Artikel wurden offenbar zu Unrecht als flammfest deklariert.

Dem angeklagten Großhändler drohen jetzt insgesamt bis zu fünfzehn Jahre Haft und Strafzahlungen in Höhe von über 400.000 Euro (rund 500.000 US-Dollar). Die US-amerikanischen Behörden greifen dabei nicht zum ersten Mal hart gegen den Handel mit Fälschungen im Verteidigungssektor durch: Erst im Februar hatte ein Elektronik-Händler vor Gericht den Verkauf tausender gefälschter Chips ans US-Militär gestanden.

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