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Spanien: Europol beschlagnahmt gefälschten Safran

Behörden zerschlagen eine kriminelle Organisation, die Hunderte Kilo gefälschten Safran im Wert mehrerer Millionen Euro gehandelt haben soll. Ihre Profite hatten die Fälscher mithilfe komplexer, europaweiter Finanztransaktionen gewaschen.



Europol-Aktion gegen gefälschten Safran

Autor: Sabine Carrell, International Communications Manager bei tesa scribos

Rund 400 Kilogramm gefälschten Safran beschlagnahmten spanische Behörden bei einer Aktion Ende Februar, wie jetzt bekannt gegeben wurde. Bei dem von Europol unterstützen Vorgehen zerschlugen die Beamten eine groß angelegte kriminelle Operation; mehr als 500 Sendungen gefälschten Safrans wurden bereits identifiziert, ihren Wert schätzen die Behörden auf rund 10 Millionen Euro, so die offizielle Meldung. Zudem verhafteten die Beamten 17 Verdächtige und beschlagnahmten Maschinen zur Produktion gefälschten Safrans sowie Vermögenswerte, darunter Luxuswaren wie hochwertige Autos, Uhren, Gold und Schmuck, neben rund 15.000 Euro Bargeld.

Das kriminelle Netzwerk hatte demnach für seine illegalen Geschäfte echten Safran mit Kräutern und Chemikalien versetzt, um so die Gewinnspanne zu maximieren. Mit einem internationalen Geldwäschesystem hätten sie dann ihre illegalen Profite gewaschen. Hierfür fingierten sie mehrere Banktransaktionen, die vermeintlich von einer spanischen Firma stammten; die Transaktionen gingen an mehrere Firmen innerhalb der Europäischen Union, die vorgaben, Safran gekauft zu haben. Die Behörden wurden schließlich auf die illegalen Geschäfte aufmerksam, da diese Unternehmen nicht im Import-Export-Geschäft tätig waren.

Europol unterstützte die Operation, indem es den Informationsaustausch erleichterte und analytische Hilfestellung leistete. Für die Razzien entsandte Europol zudem zwei Experten nach Spanien.

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