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Spanien: Behörden sprengen riesiges Modefälscher-Netzwerk

Spanien: Behörden sprengen riesiges Modefälscher-Netzwerk

In einer spektakulären Aktion gingen Ermittler in Spanien jetzt gegen einen international operierenden Fälscherring vor. Die Betrüger hatten mutmaßlich sogar ein eigenes Franchise-Netzwerk zum Vertrieb der Plagiate aufgebaut.



Betrüger hatten landesweites Franchise-Netzwerk aufgebaut

Autor: Emilie Bargueno, International Product & Market Manager bei tesa scribos

Fahnder der spanischen Policía Nacional und der Agencia Tributaria gelang jetzt ein Schlag gegen eine Fälscher-Bande, die mit dem Verkauf von Modeplagiaten einen geschätzten Profit von mehr als fünf Millionen Euro gemacht haben soll. Bei mehreren Razzien in Zaragoza im Nordosten Spaniens beschlagnahmten Ermittler tausende Fälschungen und verhafteten drei mutmaßliche Hauptverantwortliche. Ermittler waren dem Schwindel bereits Mitte 2018 auf die Spur gekommen, als betroffene Rechteinhaber Anzeige gegen die Betreiber einer der Webseiten des Fälscher-Netzwerks erstattet hatten. In der Folge leiteten die Behörden Untersuchungen ein, denen sich weitere Rechteinhaber anschlossen und die zu den aktuellen Razzien führten.

Solche Beschlagnahmen gestalten sich häufig schwierig. Idealerweise nutzen Markeninhaber gesicherte Produktidentitäten, beispielsweise in Form von Sicherheitsmarkierungen auf der Verpackung, in Kombination mit digitalen Systemen. Dadurch können Fälschungen zuverlässig und häufig schneller aufgespürt werden. (Mehr dazu finden Sie hier)

Nach Angaben der Policía Nacional hatten die Betrüger sich ein landesweites Franchise-Netzwerk in Spanien und darüber hinaus aufgebaut, über das sie qualitativ hochwertige Imitate namhafter Modemarken vertrieben. Auf E-Commerce-Webseiten boten die Fälscher nicht nur die nachgemachten Produkte an; Käufer konnten gegen eine Zahlung von rund 25.000 Euro auch ein Franchise-Partner werden. Laut spanischer Polizei entstand so ein Netzwerk mit mindestens 100 Franchise-Nehmern in ganz Spanien, zudem sollen zusätzliche Verkäufer im Ausland mit Plagiaten beliefert worden sein. Unter den betroffenen Marken waren laut Medienberichten etwa Armani, Burberry, Calvin Klein, Lacoste, The North Face sowie Tommy Hilfiger. Dem Bericht zufolge verkauften die Fälscher im Großhandel die Plagiate im Schnitt für etwa 10 bis 20 Prozent des Marktwerts der Originale.

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