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Australien: SunRice wird Opfer einer großangelegten Fälscher-Operation

Die australische Reismarke SunRice wurde mutmaßlich Opfer einer großangelegten Fälscher‑Operation. Eine aus Europa stammende kriminelle Gruppe soll über Jahre hinweg Hunderte Tonnen gefälschter Reisprodukte produziert und vertrieben haben.



Fälscherbande schleußt Hunderte Tonnen Reis-Plagiate auf den Markt

Eine osteuropäische Gruppe der organisierten Kriminalität soll jahrelang Produkte der bekannten australischen Lebensmittelmarke SunRice gefälscht haben. Hunderte Tonnen nachgeahmte SunRise-Produkte könnten so über mehrere Länder hinweg in Lieferketten eingeschleust worden sein, vermutet der Markeninhaber laut Medienberichten. SunRice arbeite demnach in dem Fall mit Privatermittlern zusammen und ergreife rechtliche Schritte – und konnte aktuell einen entscheidenden Erfolg verbuchen, als Behörden in Saudi-Arabien 20 Container mit gefälschtem Reis beschlagnahmten.

Angebaut wurde der Reis für die gefälschten Produkte mutmaßlich in Ägypten und in der Ukraine. Anschließend wurde er in Bulgarien verpackt und schließlich über Rumänien vertrieben. Die Plagiate sollen sowohl in Ländern der Europäischen Union als auch nach Großbritannien, Kanada, Israel und Saudi-Arabien exportiert worden sein. Der Originalhersteller SunRice selbst vertreibt derzeit quasi keine Produkte in der EU, etwa aufgrund hoher Einführzölle – Verbraucher, die in der EU ein angebliches SunRice-Produkt gekauft haben, hätten also möglicherweise eine Fälschung erworben, so Medienberichte. Für Konsumenten können gefälschte Lebensmittel dabei ein Gesundheitsrisiko darstellen, bei Reis-Plagiaten beispielsweise auch durch möglicherweise enthaltene hohe Mengen an Schwermetallen wie Cadmium.

Massive Beschlagnahmungen illegaler und gefälschte Lebensmittel sorgten bereits für Schlagzeilen, als Behörden weltweit kürzlich illegale Produkte im Wert von circa 28 Millionen Euro sicherstellten, im Rahmen der von Interpol und Europol koordinierten Operation Opson IX. SunRice exportiert etwa 80 Prozent seines Reises, der in den australischen Bundesstaaten New South Wales und Queensland angebaut wird, und ist damit einer der größten Lebensmittelexporteure Australiens.

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