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Amazon verklagt Influencer wegen Fälschungshandel

Amazon geht in den USA gegen mehrere Fälschungshändler vor, die mit einem Trick Plagiate bei Amazon versteckt gelistet und auf Social Media beworben haben sollen. Mitangeklagt ist auch ein ehemaliges Mitglied des offiziellen Amazon Influencer-Programms.



In den USA geht Amazon gegen Fälschungen vor

Autor: Marlene Ende, Head of Marketing bei tesa scribos

Der Onlinehändler Amazon wirft aktuell zwei Influencerinnen vor, den Online-Marktplatz für den Verkauf gefälschter Luxus-Accessoires ausgenutzt zu haben. Sie sollen sich mit Händlern bei Amazon zusammengetan und Angebote für Fälschungen vor den Kontrollmechanismen des Onlinehändlers verborgen haben. Insgesamt sind dreizehn Personen angeklagt, in den Betrug involviert gewesen zu sein.

Als Teil der Masche haben die mutmaßlichen Betrüger bei Amazon generische Produkte zum Verkauf angeboten, etwa Taschen und Geldbörsen. Die Angebote enthielten dabei keinerlei Hinweis auf bekannte Marken. Auf Social Media hingegen sollen die Influencerinnen die generischen Produkte neben gefälschten Markenartikeln gezeigt haben – und offenbarten ihren Followern so, was sie wirklich geliefert bekämen. Auf diese Weise konnten sie anscheinend zum Beispiel gefälschte Gürtel und Geldbeutel von Gucci auf TikTiok und Instagram bewerben – und dabei die Kontrollmechanismen von Amazon umgehen. Seit ungefähr November 2019 sollen sie eine Vielzahl von Fälschungen in Umlauf gebracht haben; auf insgesamt 40 Seiten listen Amazons Anwälte die Produkte, die mutmaßlich so verkauft wurden.

Eine der nun Angeklagten war in der Vergangenheit Teil des offiziellen Amazon Influencer-Programms. Von diesem wurde sie ausgeschlossen, als der Onlinehändler von ihren Fälschungsgeschäften erfuhr. Zudem wurden ihre Social-Media-Accounts bereits blockiert, woraufhin sie neue Accounts anlegte, um weiterzumachen. „Die Angeklagten haben dreist Fälschungen auf Social-Media-Kanälen beworben und die Arbeit seriöser Influencer untergraben“, so Cristina Posa, Associate General Counsel und Director der Amazon Counterfeit Crimes Unit. Neben den Links auf die angeblich generischen Amazon-Produktseiten lenkten die Fälscher ihre Follower teilweise auch auf eine eigene Website oder andere Online-Marktplätze.

”These defendants were brazen about promoting counterfeits on social media and undermined the work of legitimate influencers,” said Cristina Posa, Associate General Counsel and Director, Amazon Counterfeit Crimes Unit.

Dass Fälschungen zunehmend etwa über Instagram verkauft werden, zeigte bereits 2019 eine Studie; chinesische Behörden stoppten zudem kürzlich Fälscher, die Plagiate über Live-Streams verkauften.

 

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