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Alibabas AACA meldet neue Erfolge – trotz Rückgang in Beschlagnahmen

Alibabas AACA meldet neue Erfolge – trotz Rückgang in Beschlagnahmen

Für 2018 vermeldet Alibabas Anti-Counterfeiting Alliance die Beschlagnahmung von Piraterie-Waren im Wert von einer halben Milliarde Euro. Allerdings wurden deutlich weniger Aktionen unterstützt als noch im Vorjahr – und der chinesische Internet-Riese steht weiter in der Kritik.



Alibaba gibt sich selbstbewusst

Autor: Elena Bose, International Communications Manager bei tesa scribos

Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba meldete jetzt neue Erfolge bei der Bekämpfung von Fälschungen auf seinen Online-Plattformen: Im vergangenen Jahr habe Alibabas Anti-Counterfeiting Alliance (AACA) Beschlagnahmungen von Fälschungen im Wert von rund einer halben Milliarde Euro (536,2 Millionen US-Dollar) erreicht. Auf Initiative der AACA seien zudem mehr als 500 Produktions- und Vertriebsstätten für mutmaßliche Fälschungen geschlossen und über 1.200 Verdächtige verhaftet worden. Damit verzeichnete der Konzern einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr: Nach eigenen Angaben hatte Alibaba 2017 noch geholfen, rund 1.330 illegale Produktionsstätten auszuheben und die Verhaftung von ca. 1.600 verdächtigen Personen ermöglicht.

Alibaba gibt sich selbstbewusst: „Die AACA ist jetzt der Maßstab und das Vorbild für Markenschutz in China und auf der ganzen Welt“, so Alibabas Senior Vice President Michael Yao. Die Zusammenarbeit innerhalb der Industrie sei der einzige Weg, den Handel mit Fälschungen zu bekämpfen.

Trotz der Bemühungen der AACA stand Alibaba erst Anfang April erneut im Mittelpunkt öffentlicher Kritik: US-Präsident Trump hatte ein Memorandum gegen den Handel mit Fälschungen unterzeichnet, das laut dem Direktor des National Trade Council des Weißen Hauses Peter Navarro als expliziter Warnschuss für die Online-Marktplätze Alibaba, Amazon und eBay zu werten sei. Es sei die Pflicht der Plattformen, mehr gegen Fälschungen unternehmen: „Es ist Ihre Aufgabe, diese Angelegenheiten zu überwachen, und wenn sie sich nicht darum kümmern, wird die Regierung es tun.“

Im vergangenen Jahr hatte sich Alibaba erneut gegen seine Platzierung auf der Notorious-Markets-Liste des US-Handelsbeauftragten (USTR) gewehrt. Damals hatte das Amt des USTR unter anderem starke Defizite bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen bemängelt. Auch Amazon war bereits für den Negativ-Preis nominiert.

Laut Alibaba kombiniert die AACA die Branchenexpertise der teilnehmenden Hersteller mit technischem Know-how, um Fälschungen auf Alibabas Online-Marktplätzen zu bekämpfen. Die AACA versammelt insgesamt 132 Mitglieder unterschiedlichster Branchen, darunter namhafte Hersteller wie etwa die Technologiekonzerne 3M und Siemens oder die Pharmaunternehmen Bayer und Pfizer. Auch Automobilkonzerne wie Ford und Volkswagen, Sport- und Modehersteller wie Adidas und Louis Vuitton sowie zahlreiche Hersteller aus der Kosmetik-, Lebensmittel- und IT-Industrie sind Teil der Allianz.

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