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54 Milliarden Euro Schaden durch Piraterie in Deutschland

54 Milliarden Euro Schaden durch Piraterie in Deutschland

Jedes Jahr verursacht Produkt- und Markenpiraterie allein in Deutschland einen Schaden von über 54 Milliarden Euro, wie eine neue Studie jetzt zeigt.



Etwa jedes zehnte Unternehmen wird zum Opfer

Autor: Elena Bose, International Communications Manager bei tesa scribos

Produkt- und Markenpiraterie kostet die deutsche Volkswirtschaft jährlich mehr als 54 Milliarden Euro und rund eine halbe Million potenzielle Arbeitsplätze. Das ist das Fazit einer neu veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die auf Befragungen von Industrie, unternehmensnahen Dienstleistungen und dem Baugewerbe basiert. Demnach waren in den letzten fünf Jahren zehn Prozent aller Unternehmen in Deutschland von Schutzrechtsverletzungen betroffen.

Besonders häufig werden offenbar Unternehmen aus der Industrie geschädigt; gerade im Maschinenbau gab fast jede dritte Firma an, Opfer von Produkt- und Markenpiraterie zu sein. Weitere Faktoren sind hierbei die Größe und Innovationskraft der Unternehmen: Laut Studie liegt die Betroffenheitsrate bei Firmen ab 250 Mitarbeitern rund dreimal höher als bei Betrieben mit weniger als 19 Beschäftigten. Auch sind Innovatoren insgesamt etwa dreimal so oft betroffen wie Nicht-Innovatoren – in puncto Markenrechtsverletzungen sogar sechsmal so oft. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, durch Schutzrechtsverletzungen geschädigt zu werden, auch mit dem Grad der Internationalisierung.

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Großteil der Fälschungen aus Asien und Osteuropa

Laut Studie führt China aus der Sicht größerer internationaler Unternehmen die Liste der Ursprungsländer von Fälschungen an; gefolgt von Osteuropa und weiteren asiatischen Staaten. Anders fällt die Einschätzung allerdings bei kleineren Betrieben ohne internationalen Bezug aus: Hier werden Schutzrechte zumeist durch kleine, weniger innovative, oder schwach internationalisierte Unternehmen aus Deutschland verletzt.

Handlungsbedarf in Bezug auf die Verbesserung von Schutzmaßnahmen sieht das IW vor allem bei der Durchsetzung von Schutzrechten im Nicht-EU-Ausland, der Ausweitung bilateraler Abkommen oder der Anwendungen von Markenschutzprogrammen auf Internet-Plattformen. Ebenso wichtig für die Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie sei jedoch die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die potenzielle Gefährdung von Mensch und Umwelt durch den internationalen Handel mit illegalen Imitaten.

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