Vorsicht vor gefälschten E-Zigaretten!

Vorsicht vor gefälschten E-Zigaretten!

Der neue Trend geht weg von gewöhnlichen Zigaretten hin zu E-Zigaretten. Fälscher haben E-Zigaretten längst ins Visier genommen. Mit zum Teil verheerenden Folgen für Konsumenten und Hersteller. Wie können sie sich schützen?



E-Zigaretten auf dem Vormarsch – mit ihnen gefährliche Fälschungen

Autor: Marlene Ende, International Product & Market Manager bei tesa scribos
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Fake e-cigarettes
Das Geschäft mit elektronischen Zigaretten, E-Zigaretten genannt, boomt: Laut Federal Trade Comission lagen die Umsatzerlöse von Herstellern, Großhändlern und Einzelhändlern 2014 bei etwa 3,4 Milliarden US-Dollar, Tendenz steigend.

Befürworter der E-Zigarette sagen, sie sei weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten und damit die „gesündere“ Art des Nikotinkonsums. Ob das nun stimmt oder nicht, können wir hier nicht beurteilen. Eine akute Gefahr geht aber in jedem Fall aus von gefälschten E-Zigaretten und gefaktem Zubehör wie Akkus, Verdampfer und Liquids.

E-Zigaretten sind ein recht junger Trend, der sich schnell verbreitet. Daher fehlt es an verbindlichen industriespezifischen oder gesetzlichen Regelungen, die Produktqualität und Konsumentensicherheit gewährleisten. Hinzu kommt die Internationalität des Trends. Viele E-Zigaretten-Raucher, auch „Dampfer“ genannt, bestellen über das Internet Modelle im Ausland, um einen möglichst günstigen Preis zu bekommen. Das erleichtert Fälschern das Spiel, denn im globalisierten Handel sind internationale Lieferwege oft schwer nachvollziehbar.

Welche Risiken gehen von gefälschten E-Zigaretten aus?
Wie können sich Markenhersteller und Konsumenten schützen?
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Schutz vor gefälschten E-Zigaretten

Bei gefälschten E-Zigaretten kann grundsätzlich nicht sichergestellt werden, dass ausschließlich freigegebene Stoffe und Bestandteile verwendet werden. Gefälschten Liquids, die in der E-Zigarette verdampfen, können giftige Chemikalien beigemischt sein. Die gravierendste Gefahr geht allerdings von gefälschten Batterien bzw. Akkus der E-Zigaretten aus. Durch Überhitzung oder Kurzschlüsse können sie anfangen zu brennen oder sogar explodieren. Und das sowohl im ungenutzten Zustand, beim Aufladen oder gar beim Rauchen der E-Zigarette. Zahlreiche E-Zigaretten-Raucher sind bereits Opfer der minderwertigen Fälschungen geworden wie der Artikel "E Cigarette Explosions: An In Depth Investigation" anschaulich zeigt. Die Opfer erleiden häufig schwere Verbrennungen. Zudem können defekte E-Zigaretten-Akkus Brände auslösen.

Was können Markenhersteller von E-Zigaretten und Zubehör tun, um ihre Produkte und damit auch ihre Kunden vor Fälschern zu schützen?

  • Kunden sensibilisieren: Die akuten Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, die von gefälschten E-Zigaretten ausgehen, müssen bekannt sein.
  • Überblick über autorisierte Händler geben: Kunden müssen wissen, wo bedenkenlos original E-Zigaretten gekauft werden können.
  • Original E-Zigaretten erkennbar machen: Sicherheitsmarkierungen auf Original-E-Zigaretten weisen auf die Echtheit des Produktes hin. Insbesondere physische Sicherheitsmarkmale sind dafür geeignet, da diese nicht einfach nachgeahmt werden können.
  • Mit Kunden kommunizieren: Kunden sollten die Möglichkeit haben, sich mit Fragen direkt an der Hersteller zu wenden und auffällige Produkte, also mögliche Fälschungen, zu melden.

Immer mehr Markenhersteller von E-Zigaretten markieren ihre Originale mit physischen Sicherheitsetiketten. Dabei erhält jede E-Zigarette eine einzigartige Produktidentität und ist leicht von Fakes zu unterscheiden. So können sowohl Händler als auch Konsumenten prüfen, ob es sich um ein Originalprodukt oder etwa um eine Fälschung handelt.

Für die Zukunft bleibt zu wünschen, dass entsprechende gesetzliche Regelungen geschaffen werden, um die aktuelle Gefahr gefälschter E-Zigaretten unter Kontrolle zu bringen.
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