Gedruckte Produkt-kennzeichnungen fälschungssicher machen

Gedruckte Produkt-kennzeichnungen fälschungssicher machen

Gedruckte Markierungen liefern zwar wichtige Produktinformationen, sind für sich genommen aber keine verlässliche Originalitätskennzeichnung. Wir erklären, wie aus gedruckten Codes fälschungssichere Produktmarkierungen werden.



Gedruckte Codes – informativ, aber nicht fälschungssicher

Autor: Dr. Steffen Scheibenstock, International Product- & Market Manager bei tesa scribos
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Gedruckte Codes können einfach mit Farbkopierern vervielfältigt werden.
Produkte werden häufig durch individuelle Seriennummern markiert. Über die Verbindung der Seriennummer mit einem Barcode (z.B. DataMatrix) können wichtige Produktinformationen automatisiert ausgelesen und Produkte nachverfolgt werden (Track & Trace). Viele Markenhersteller nehmen an, dass diese individuellen Markierungen ihre Produkte als Originale auszeichnen und damit vor Fälschern schützen.

Das Problem: Diese gedruckten Markierungen können durch Fälscher einfach und ohne großen Aufwand kopiert werden. Gängige, überall verfügbare Technologien wie Farbkopierer, Scanner und Bürodrucker reichen aus, um Kopien der Kennzeichnungen anzufertigen. Fälscher bringen die kopierten Codes auf ihre Imitate auf und bringen die Fälschungen in Umlauf – nun existieren im Markt mehrere Produkte mit derselben gedruckten Codierung. Doch welches davon ist das Original, welches die Fälschung?

Es gibt Prüfsysteme, die abfragen, ob ein bestimmter Code ein- oder mehrmals geprüft wurde. Wird eine Codierung zum ersten Mal geprüft, meldet das System zurück, dass sie korrekt und damit das Produkt original ist. Wird also der kopierte Code auf der Fälschung zuerst geprüft, wird er als „original“ eingestuft, der tatsächlich originale Code aber als Fälschung. Ein Worst-Case-Szenario! Denn das System schützt nun nicht, sondern signalisiert Kunden, die Fälschung sei das Originalprodukt.


Es wird deutlich, dass solche Systeme Produkte von Markenherstellern nicht vor Fälschern schützen. Wir erklären, wie aus einfachen gedruckten Produktkennzeichnungen sichere Originalitätsmarkierungen werden.
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So werden aus gedruckten Codes fälschungssichere Produktmarkierungen:

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Einfache gedruckte Produktmarkierungen können von Fälschern kopiert werden.
Fest steht, Originalitätsmarkierungen dürfen nicht ohne weiteres kopierbar sein. Diese Fälschungssicherheit ist gewährleistet, wenn Kennzeichnungen wie Seriennummern zusätzlich mit physischen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet werden. Einfache Prägehologramme eignen sich i.d.R. nicht dafür (siehe Blog-Eintrag Hologramme als Sicherheitsmarkierung: Was ist dabei zu beachten?).

Optimal sind physische Sicherheitsmarkierungen, die mit unzugänglichen, patentierten Technologien erstellt wurden. Damit ist sichergestellt, dass ausschließlich der Hersteller dieser Markierungen und der Markeninhaber als sein Kunde Zugang dazu haben. Fälscher haben dann das Nachsehen.

Gedruckte Codes werden durch diese physischen Markierungen kopiergeschützt, indem sie den gedruckten Code oder Teile davon wiederholen. Zusätzlich bestehen die physischen Kennzeichnungen aus mehreren Ebenen mit verschiedenen Sicherheitsmerkmalen. Manche dieser Merkmale sind mit dem bloßen Auge erkennbar, andere sind nur mit Hilfe von Lupen oder speziellen Lesegeräten auslesbar. Dementsprechend können diese Merkmale von unterschiedlichen Nutzergruppen geprüft werden: Konsumenten, Händlern, Zollbeamten oder Experten des Markeninhabers.

Die Kombination von gedruckten Codierungen und physischen Sicherheitsmerkmalen zeichnet Produkte zuverlässig als Originale aus. Zugleich wird sichergestellt, dass die ausgespielten Produktinformationen korrekt sind.
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